Marketing

Marketing mit kleinem Budget

Guido Kluck Erstellt von Guido Kluck am 13. März, 2009; um 10:50 Uhr.
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In Anlehnung an meinen gestrigen Beitrag über aufzuwendende Marketingkosten möchte ich heute einige Möglichkeiten vorstellen das eigene Unternehmen zu bewerben ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen.

Denn besonders kleine und mittelständische Unternehmen leiden gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise darunter kein umfangreiches Budget für Marketing in Radio oder TV zur Verfügung zu haben.

Ich möchte aber direkt zu Beginn darauf hinweisen, dass die verschiedenen Möglichkeiten wie Bausteine zu behandeln sind. Je nach Budget und Bedarf können die verschiedenen Bausteine baukastenartig miteinander kombiniert und zusammengefügt werden.

Internetseite

Dreh- und Angelpunkt eines erfolgreichen Marketings ist die eigene Homepage. Eine eigene Homepage bietet die Möglichkeit eine unbegrenzte Anzahl an Informationen gut strukturiert und leicht zugänglich dem potentiellen Kunden zur Verfügung zu stellen. Dienstleistungen können nach eigenem Bedarf ausführlich dargestellt, beschrieben und vorgestellt werden. Produkte können mit beliebig vielen Bildern und einer umfassenden Produktbeschreibung angeboten werden.

Die Homepage ist deswegen der Dreh- und Angelpunkt des Marketings, weil sämtliche anderen Bausteine mit der eigenen Unternehmenshomepage verknüpft werden können. Kunden, die über ein anderes Medium auf die Internetseite aufmerksam werden, sollten dabei dieselbe Informationen auch auf der Homepage wiederfinden. Auf diese Art und Weise kann man auch den Kunden gezielt durch die eigene Internetseite leiten und zu den gewünschten Informationen führen.

Inserate

Zeitungs- und Zeitschrifteninserate sind eine klassische Möglichkeit auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen. Besonders bei Produkten des täglichen Lebens und einem regional begrenztem bzw. standortunabhängigem Angebot bietet es sich an Inserate als Marketinginstrument zu nutzen. Bei einem regional begrenztem Angebot bieten sich regionale Zeitungen an. Bei einem standortunabhängigem Angebot, sollten die einschlägigen bundesweiten Fachzeitschriften genutzt werden.

Presseinformationen

Besonders bei neuen Produkten oder vor Aktions- oder Messetagen bieten sich Presseinformationen als Marketinginstrument an. Auf diese Art und Weise kann über professionelle Kanäle auf die eigenen Aktivitäten aufmerksam gemacht werden. Bedient man sich einer Agentur hat man zusätzlich den Vorteil, dass die Mitteilungen durch eine Agentur publiziert werden und somit einen neutraleren Touch haben als z.B. Inserate.

Broschüren und Kundenmagazine

Printmedien bieten die Möglichkeit einer eigenen Gestaltung. Darüber hinaus ist Broschüren und Kundenmagazinen der Vorteil eingebaut, dass gut aufgebaute Broschüren oder Kundenmagazine auch bei den potentiellen Kunden, die aktuell noch keine Verwendung für ein Angebot oder Produkt haben, nicht gelöscht werden, sondern irgendwo abgelegt werden. Im Bedarfsfall wird das Angebot dann von dem potentiellen Kunden herausgesucht und der potentielle Kunde wandelt sich zu einem Kunden.

Broschüren und Kundenmagazine als PDF Dokumente

Ebenfalls den Vorteil einer eigenen Gestaltung bieten Broschüren als PDF Dokumente. Im Gegensatz zu reinen E-Mail Informationen werden PDF Dokumente eher einmal vom potentiellen Kunden gespeichert bzw. ausgedruckt. Für den Unternehmer enthält ein Kundenmagazin per PDF den Vorteil, dass die Druckkosten entfallen. Aber man sollte aufpassen, denn auch PDF Dokumente werden schneller einmal gelöscht, als ein Printmedium weggeworfen wird. Darüber hinaus sollte hierbei bedacht werden, dass eine Verbreitung problematischer ist als bei Printmedien. Denn eine Versendung an Empfänger ins Blaue hinein wird durch das Gesetz untersagt.

Brief-, Mail- und Telefonaktionen

Die individuelle Ansprache einer ausgewählte Kundengruppe verspricht eine hohe Erfolgsquote, die direkt messbar ist. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, denn für eine direkte Ansprache wird ebenfalls die vorherige Einwilligung in die direkte  Ansprache benötigt.

Die Kosten

In Anlehnung an einen Artikel der gründerzeit möchte ich nun noch die dort geschätzten Kosten für die jeweiligen Bausteine darstellen:

Internetseite: ab 400 Euro pro Internetseite

Inserate: zw. 2.500,- und 5.000,- Euro

Presseinformationen: ca. 2.000,- Euro pro Monat

Broschüren und Kundenmagazine: ca. 100,- Euro pro Stunde für den Grafiker

Brief-, Mail-, und Telefonaktionen: 1,- bis 5,- Euro für schriftliche Aktionen und 8,- bis 20,- Euro pro Telefonkontakt

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2 Comments

  • Nicole Rauch sagt:
    16. März 2009 um 08:41

    Hierzu kann ich nur sagen, dass man bei Printwerbung den Erfolg nicht nachvollziehen kann. Hohe Auflagen bedeuten nicht gleich, dass sie jemand liest. Für ein Budget von 2.500 - 5.000 Euro kann man bei uns ein komplettes Jahr prominent auf der Seite platziert werden..mit direkter Erfolgsmessung und aussagekräftigen Reportings. Gerade in Zeiten der Krise sollte sich jeder Werbetreibende überlegen, wo er mit welchem Budget wirbt und ob es nicht besser ist, das Budget dort einzusetzen, wo man auch Erfolge messen kann und der Streuverlust gering ist. Gezieltes regionales Targeting kann hier ebenfalls abgebildet werden, so dass keine Nachteile entstehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Nicole Rauch

  • Guido Kluck sagt:
    16. März 2009 um 09:01

    Herzlichen Dank für den Kommentar.

    Ergänzend darf ich jedoch anmerken, dass es auch bei Printwerbung möglich ist den Erfolg zu messen. Entsprechende Messergebnisse werden von den Verlagen ebenfalls zur Verfügung gestellt.

    Sicherlich ist der wachsende Erfolg der Internetwerbung nicht abzusprechen. Bedenken sollte man jedoch weiterhin, dass ein durch einen Klick geöffnetes Fenster schneller geschlossen ist, als eine Zeitung oder ein Magazin weggeworfen ist.

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